Testosteron – Informationen und die optimale Therapie/Versorgung

Versorgung bei absolutem und relativem Testosteronmangel
ist notwenig, weil das Hormon das Wachstum aller
Zellen über die RNA -Synthese beeinflusst.
Testosteron ist mehr als Sex.

Erst ein wichtiger Hinweis: Prof. Dr. Hartmut Porst  hat auf der Seite von Philognosie. de unter ‚Testosteronmangel‘  für Laien und Ärzte die Bedeutung von Testosteron für unser Wohlbefinden beschrieben. Seine eigene Seite: www.porst-hamburg.de.             :

Obwohl seit Darwin 1858 feststeht, dass wir der Übergangszustand in einer Höherentwicklung sind, leben wir immer noch in unbewusster Evolution wie alle Tiere. Wenn wir den Übergang zur Bewussten Evolution nicht schaffen, sterben wir wie 98% aller Arten aus. Bewusste Evolution bedeutet, jeder lebt in dem Bewusstsein, dass der größte Nutzen für ihn und alle anderen ist, wenn er seine Lebenschance und -aufgabe in seiner weiteren Entwicklung bis zum Optimum sieht: seiner Lebensfähigkeit = Weltspielfähigkeit. Dann verwirklichen wir durch folgerichtiges Anwenden des mathematisch-physikalischen Konzepts das Existenzoptimum, in dem wir als ‚Paradies‘ leben möchten. Die paradiesischen Lebensverhältnisse werden uns weder vor noch nach dem Tod geschenkt, wir müssen sie durch Erforschen und Verwirklichen der Möglichkeiten selbst realisieren.

Jeder kann und soll dabei zum eigenen Vorteil im Rahmen seiner Möglichkeiten mitwirken, insbesondere dann, wenn es um ihn selber geht. Zur Bewussten Evolution gehört der mündige Patient. Ein Beispiel dafür ist der folgende Bericht eines Vereinsmitglieds, das sich selbst aus einer Notlage befreien musste nach dem Motto: Hilf dier selbst, dann hilft dir Gott. Diese Volksweisheit ist Realität, denn  die Weltursache, die sich als Energie konkretisiert hat, verwirklicht sich durch alle Organismen, denn alle sind Energiesysteme, so, wie die ganze Welt.  Genauer hierzu im Info Wie wir Gott werden sollen.

Hier folgt die mögliche optimale Testosteronversorgung, wenn die eigene nachlässt. Anschließend Informationen über Testosteron, z.B. die Lebensdauer.

Ich rede hier über die Erfahrung mit absolutem Testosteronmangel seit 1997.
Nach der Operation
wurde ich physisch und psychisch immer weniger.
Erste Maßnahme war meine Recherche in der Fachliteratur. Sie ergab: Testosteron wirkt nicht nur als Sexualhormon, sondern spielt eine entscheidende Rolle beim Zellwachstum: Es beeinflusst im Zellkern die RNA- und damit die Proteinbiosynthese.  Es wirkt auch auf die Neusynthese der Mitochondrien, die Energiezentren in den Zellen. Damit war mir klar, warum ich abbaute.

Zweiter Schritt: Zum Arzt und Testosteron verschreiben lassen.
Das wurde von allen Ärzten abgelehnt mit der Begründung, es würde Prostatakrebs verursachen – obwohl ich keine Prostata mehr hatte. Mein rettender Engel war  Professor Dr. Lothar Weißbach, damals Chef der Urologie vom Urbankrankenhaus.
Er schrieb an meinen Urologen: Wenn der Patient
Testosteron will, sollte er es auch bekommen. Seitdem hat sich das Recht auf Selbstbestimmung auch im Arztbereich weiter durchgestzt
und die Patientenverfügung bis zur passiven Sterbehilfe des Arztes möglich gemacht.

Dritter Schritt: Wie soll Testosteron zugeführt werden?
Von den angebotenen Möglichkeiten wurden erst Pflaster ausprobiert. Beide Präparate mussten wegen allergischer Reaktion abgesetzt werden. Es blieben Injektionen alle 14 Tage. Wegen der ungleichen Versorgung und der ständigen intra-muskulären Spritze besorgte mein Apotheker aus Frankreich Gel. Das war eine unzumutbare Schmiererei und Beeinträchtigung.
Ein Gruppentest
mit Gel musste nach kurzer Zeit wegen schwerwiegender Nebenwirkungen abgebrochen werden.

In einer Liste aller Präparate mit Vor- und Nachteilen kommtDr. med. Christian Sigg aus Zürich 2001 unter http://www.andrologie.ch/Andro_Testo.htm zu dem Schluss, dass keins der angebotenen Mittel befriedigt und eine Alternative notwendig ist. Er selbst denkt an Nasenspray, was inzwischen auch anderweitig zu hören ist.  Das ist völlig unverständlich, weil die Nase zur Stoffaufnahme nicht vorgesehen ist. Sie muss
durch das Lösungsmittel bei regelmäßigem Sprayen Schaden nehmen. Wahrscheinlich hat deshalb noch kein Unternehmen ein Nasenspray entwickelt.

Vierter Schritt: Selbsthilfe – nach einer Alternative suchen.
Zur direkten Aufnahme von Stoffen ist die Mundschleimhaut da.
Deshalb wurde dieser bukkale Weg auch versucht, und zwar in langsam wirkenden Lutschformen. Die stören im Mund, werden zerkaut oder verschluckt. Weil eine kontinuierliche Abgabe des Hormons nicht notwendig ist – auch die natürliche Versorgung schwankt – und weil mehrere Gaben über den Tag verteilt einer kontinuierlichen Versorgung gleichkommen, fragte ich meinen Apotheker, ob er eine Testosteron-Lösung herstellen könne für tropfenweise bukkale Gabe. Als er bejahte, habe ich meinen Arzt um ein Rezept gebeten:
.                          .100 ml Lösung aus 0,6 g Testosteron in 70% Spiritus.

.                          .Eine Flasche reicht  2 -3 Monate und kostet 9,50  bzw. 5,- €.

Damit versorge ich mich optimal bis heute. Ich tropfe direkt mit der Pipette unter die Zunge 4 bis 5 mal 5 Tropfen über den Tag verteilt. Die Versorgung hat sich als sehr effektiv und  flexibel herausgestellt: Genaue Zeiten brauchen nicht eingehalten zu werden, auch 1 Tag ohne Tropfen ist unproblematisch.
Individuelle Anpassung ist über die Tropfenzahl und über das Mischungsverhältnis möglich. Bei relativem Androgenmangel z.B. nur 0,3 g  und 3 mal 2 Tropfen. Das braune Fläschchen kann leicht mitgenommen werden. Man kann also ohne Versorgungsproblem 2 Monate verreisen.

Jeder Blutwert lässt sich erzeugen, z.B. freies Testosteron 90.0 pg/ml, Richtwert 2.92 – 15.5, Testosteron gesamt 39.5 ng/ml, Richtwert 2.3 – 6.
Aufgrund der Lehrmeinung müssten solche Werte Krebs verursachen, sich zumindest in einem hohen PSA-Wert äußern. Der ist aber immer 0,x. Dank der Testosteron-versorgung bin ich noch mit 80 geistig und körperlich aktiv.

Nachfolgend einige Feststellungen zur überragenden Bedeutung des Hormons.
Leider werden die eindeutigen Erkenntnisse anschließend stets relativiert, sodass therapeutisch für die Männer nichts dabei herauskommt. Insbesondere auch deshalb, weil die Männer mit ihrem Leiden zum Hausarzt gehen, der mit Testosteron nicht befasst ist und nicht verschreibt. Dafür ist der Urologe zuständig.

Männer mit Testosteronmangel sterben früher
7. April 2010  –  Berliner Morgenpost

Übergewicht, Diabetes, Erektionsstörungen: Seit langem ist bekannt, dass ein Mangel des Sexualhormons Testosteron die Gesundheit negativ beeinflussen kann. Die Ergebnisse einer neuen Studie gehen aber weit darüber hinaus: Demnach sterben Männer mit niedrigem Testosteron-Spiegel sogar früher. Vorteil für Männer mit einem hohen Testosteron-Spiegel: Echte Kerle wie Rambo alias Sylvester Stallone leben offenbar länger.

Männer mit einer niedrigen Konzentration des Sexualhormons Testosteron sterben eher. Das belegt eine aktuelle Analyse der Study of Health in Pomerania (SHIP) unter Federführung des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der Universität Greifswald.

Die Wissenschaftler beobachteten in der Bevölkerungsstudie in Vorpommern über sieben Jahre hinweg 1954 Männer im Alter zwischen 20 und 79 Jahren, von denen 195 am Ende des Untersuchungszeitraums gestorben waren. Die Mehrzahl der Gestorbenen war bereits bei der Erstuntersuchung durch einen für ihr Alter deutlich zu niedrigen Testosteronspiegel im Blut aufgefallen, wie der Endokrinologe Henri Wallaschofski sagte.

„Es gibt einen relevanten Zusammenhang zwischen dem Sexualhormon Testosteron und der Sterblichkeit bei Männern“, sagte der Professor. Als wichtigstes männliches Sexualhormon sei Testosteron für viele körperliche und psychische Vorgänge beim Mann verantwortlich.

Bei ihren Untersuchungen konnten die Wissenschaftler zudem nachweisen, dass Männer mit einem niedrigen Testosteron-Spiegel häufiger an Fettleibigkeit, Störungen des Fettstoffwechsels, Leberverfettung, Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes erkranken als Männer mit einem normalen Testosteronspiegel.

„Wir wissen noch nicht, ob die niedrige Testosteronkonzentration im Blut Ursache für einen früheren Tod ist oder lediglich eine Art Biomarker dafür ist, dass im Körper Stoffwechselvorgänge aus dem Gleichgewicht geraten sind“, sagte der Wissenschaftler. Für die Steuerung aller Stoffwechselvorgänge seien Hormone wie Testosteron als Botenstoffe verantwortlich. Die Ergebnisse der Studie wurden im aktuellen „European Heart Journal“ veröffentlicht.

Hormone und Körperfunktionen im 24-Stundentakt – und was sie bewirken: 1 Uhr: Bei Gichtkranken sind schlimme Anfälle möglich

Ab dem 40. Lebensjahr sinkt die Konzentration des Testosterons altersbedingt um ein bis zwei Prozent pro Jahr. In der SHIP-Studie wurde bei mehr als zehn Prozent der Männer eine niedrige Testosteronkonzentration im Blut nachgewiesen. Dies könne sich in Beschwerden mit ähnlichen Symptomen, wie sie Frauen in den Wechseljahren haben, niederschlagen. Dazu gehörten Abgeschlagenheit, Leistungsabfall sowie Hitzewallungen oder Schlafstörungen bis hin zur Erektions- und Orgasmusstörung. Diese funktionellen Beschwerden treten bei einem Testosteronspiegel unter 12 Nanomol pro Liter häufig auf.

Der Experte forderte, das Problem ernster zunehmen. „Häufig werden diese Symptome bei Männern einfach abgetan“, ohne fachliche Diagnostik, Risikoanalyse, Lebensstilberatung und gegebenenfalls einer Therapie bei einem Endokrinologen (Hormonmediziner) oder Andrologen (Männerarzt), sagte er.

Wallaschofski warnte davor, allein aufgrund des Zusammenhangs zwischen niedrigem Testosteronspiegel und erhöhter Sterblichkeit allen Männern unkritisch Testosteron – zum Beispiel durch Spritzen – zuzuführen. Erste Untersuchungen wiesen auf einen Nutzen einer Testosterontherapie bei Patienten mit Diabetes hin, aber diese sollten durch große wissenschaftliche Langzeitstudien weiter untermauert werden.

Ebenso sinnvoll sei es, den Lebenswandel positiv zu beeinflussen, um etablierten Risikofaktoren wie Übergewicht, Leberverfettung oder Diabetes, die mit einem schnellem Abfall oder niedriger Testosteronkonzentration im Blut in Verbindung stehen, vorzubeugen: Dazu zähle ausreichende Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Alkohol in Maßen.

Der Experte verwies zudem darauf, dass ein niedriger Testosteronspiegel auch mit einer erhöhten Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen verbunden ist. Angesichts des demografischen Wandels müsse deshalb auch aus Kostensicht die Gesundheit des Mannes stärker in den Fokus der Medizin rücken.

Weiterführende Informationen im Internet: http://eurheartj.oxfordjournals.org/

„Deutsche Männer sind ein Erfolgsmodell“ 16. 5.  2010 – Berliner Morgenpost

Nicht nur die Hormone, sondern auch die Hirnaktivität macht Männer und Frauen so verschieden, sagt Louann Brizendine, Professorin für Neuropsychiatrie an der University of California in San Francisco und Autorin des Buches „Das männliche Gehirn. Warum Männer anders sind als Frauen“. Norbert Lossau sprach mit ihr über die Besonderheiten in den Köpfen von Männern und Frauen. (Anmerkung vom VES:  Der Fehler im Vorspann: Auch die unterschiedliche Hirnaktivität ist ein Teatosteronfolge.)

Berliner Morgenpost: Sie sind Mutter eines Sohnes. Haben Sie einige Studien für Ihr Buch zu Hause gemacht?

Louann Brizendine: (lacht) Nein, ich habe in erster Linie 1400 Forschungsarbeiten von Neurowissenschaftlern aus aller Welt ausgewertet. Ich zitiere diese wissenschaftlichen Arbeiten in meinem Buch über das männliche Gehirn. Und manche Erkenntnisse kann man ja gar nicht selber gewinnen. Zum Beispiel, dass Väter in der Lage sind, mit ihren Babys außerordentlich gut zu kommunizieren – doch nur, solange sie mit dem Kind alleine sind. Bei Anwesenheit der Mutter verändert sich indes die Kommunikation zwischen Vater und Kind sofort. Ich finde es toll, dass jetzt Väter in Deutschland 14 Monate Elternzeit nehmen können. Die werden dank ihrer Biologie den Aufgaben als Vater sicher gerecht. Für mich ist der deutsche Mann in dieser Hinsicht so etwas wie ein globales Vorbild, ein Erfolgsmodell.

Berliner Morgenpost: Was haben Sie sonst noch über das männliche Gehirn gelernt?

Louann Brizendine: Die überragende Rolle, die das männliche Hormon Testosteron spielt, hat mich besonders beeindruckt. In den ersten acht Lebenswochen sind die Gehirne von Mädchen und Jungen praktisch identisch. Doch dann beginnt bei den Jungen die Produktion von Testosteron. Das verändert deren Gehirne gewaltig. Bestimmte Bereiche des Hirns werden dadurch größer – unter anderem der Hypothalamus. Im ersten Lebensjahr erreicht der Testosteronspiegel sehr hohe Werte, die denen von Erwachsenen entsprechen. Dann geht jedoch die Konzentration wieder schnell zurück, um erneut in der Pubertät einen gewaltigen Sprung nach oben zu machen – um rund 250 Prozent.

Berliner Morgenpost: Wenn man sich weibliche und männliche Gehirne im Scanner anschaut, welche Unterschiede sieht man dann?

Louann Brizendine: Bei der Fähigkeit, ein dreidimensionales Objekt in Gedanken zu rotieren, gibt es gut dokumentierte Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Und im Gehirnscanner kann man tatsächlich funktionelle Unterschiede sichtbar machen. Bei Männern und Frauen wird bei einer solchen Aufgabe zunächst das Sehzentrum aktiv. Doch dann verlagert sich bei Männern die neuronale Aktivität sofort in den Cortex, während es bei Frauen noch einen Umweg über eine tiefer im Gehirn liegende Region gibt. Grundsätzlich lässt sich beobachten, dass Männer bei der Lösung einer bestimmten Aufgabe nur mit einer Hirnhälfte arbeiten, während Frauen eher beide Hirnhälften gleichzeitig nutzen.

Berliner Morgenpost: Spielen Hormone eine Rolle für den beruflichen Erfolg?

Louann Brizendine: Es gibt mehrere Studien, die bei Männern und Frauen den Testosteronspiegel in Bezug zur beruflichen Position gesetzt haben. Tatsächlich ergab sich dabei ein schwacher Zusammenhang. Führungspersönlichkeiten besitzen demnach öfter hohe Testosteronwerte und sind auch aggressiver, das heißt, sie nehmen weniger Rücksicht auf Interessen anderer.

Berliner Morgenpost: Gilt dieser Zusammenhang auch für weibliche Führungskräfte?

Louann Brizendine: Ja. In einer Studie hatte man bei allen Frauen eines Unternehmens, von der Sekretärin bis zur Top-Managerin, die Testosteronwerte gemessen. Das Ergebnis: Je weiter die Frauen in der Hierarchie nach oben gekommen sind, umso höher waren ihre Testosteronwerte.

Berliner Morgenpost: Haben Sie auch Ihren eigenen Testosteronwert gemessen?

Louann Brizendine: Ja. Leider ist dieser Wert bei mir sehr niedrig (lacht). Dafür hat mein Mann besonders viel Testosteron.

Berliner Morgenpost: Können Sie einem Mann auf den ersten Blick ansehen, ob er viel Testosteron im Blut hat?

Louann Brizendine: Ja, das kann man in den meisten Fällen sehr gut einschätzen. Ein maskulines Erscheinungsbild und ein eher aggressives Auftreten verraten einen hohen Testosteronwert.

Das männliche Gehirn. Warum Männer anders sind als Frauen. Hoffmann und Campe, Hamburg, 340 Seiten, 19,99 Euro



Wird fortgesetzt.