Die vollkommene Sprache – Ziel der Evolution

Die vollkommene Sprache – Ziel der Evolution

Der Pädagoge Comenius (1592 – 1670) beschrieb sie schon:
Über eine universelle Sprache
Durch eine internationale Sprache muss allen in gleicher Weise geholfen werden. Die universelle Sprache muss von allen Sprachen die ausdrucksreichste sein und in jeder Richtung befriedigen, sodass sie alle Dinge mit der richtigen Bedeutung wiedergeben und leicht ausdrücken kann, was sich der menschliche Geist ersinnen mag.
Die neue Sprache wird alle bekannten Sprachen übertreffen, weil sie viel leichter, wohlklingender und perfekter sein wird, so perfekt, wie es aufgrund des Charakters der Dinge geht. Wir wünschen uns also eine vollkommen gesetzmäßige Sprache, die keine Unregelmäßigkeiten enthält, die keine Disharmonien zwischen den Dingen und Völkern verursacht.
Wir wagen es auf eine Sprache zu hoffen, die zehnmal leichter ist als Latein, weil sie frei von allen Unregelmäßigkeiten sein wird.  Sie übertrifft alle Sprachen, die bisher benutzt werden. Sie muss leichter sein, damit man sie ohne Zeitverlust lernen kann. Sie muss angenehmer sein, damit es Spaß macht, sie zu lernen und zu beherrschen. Sie muss perfekter sein, damit sie letztendlich die gemeinsame Sprache der ganzen Welt wird.
(Zitiert aus „Esperanto in Berlin“ Nr. 6/1991)

Basis für die gesetzmäßige Sprache ist die Basis unserer Welt:  Das mathematisch-physikalische Konzept.  Nach seinen Gesetzen funktionieren alle energetischen Vorgänge und Erscheinungen, von den Sonnensystemen bis zu unserem Denken. Das ist so, weil die Quanten mit ihren mathematisch-physkalischen Eigenschaften das Konzept aus den 3 weltbildenden Komponenten Raum – Zeit – Energie in allen Vorgängen und Erscheinungen unserer Welt zur Geltung bringen. Wir sagen zu dem Ganzen, dessen Teil wir sind, Natur, in der die Naturgesetze wirken. Dass Comenius die Welt auch so sah und damit als Informationsquelle für die universelle Sprache,  formuliert der Brockhaus 1968 unter ‚Comenius‘Die Erziehung soll stets die >Natur<, d.h. die im Menschen und im ganzen Kosmos vorgegebene objektive Ordnung beachten.
Damit befand er sich in Übereinstimmung mit Jesus, der in Matthäus 5:17-18 unmissverständlich sagte:
Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder seine Verkünder zu vernichten. Nicht zum vernichten bin ich gekommen, sondern zum Erfüllen. Denn  eher würden Himmel und Erde vergehen, als dass auch nur ein kleinster Buchstabe vom Gesetz verginge und nicht alles geschähe.

Zu dem, was garantiert geschieht, ist auch die nach dem Gesetz mögliche optimale Sprache. Ob uns auf dem Paradiesplaneten Erde das noch gelingt, ist alles andere als sicher. Die Gesetzeserfüllung ist aber garantiert durch Intelligenzentwicklungen auf anderen Paradiesplaneten, dafür sorgt das geniale Prinzip der Mehrfachentwicklung.
Wenn wir in der laufenden  Evolution der Bewusstwerdung die Hürde der gesetzmäßigen Sprache nicht schaffen, schaffen wir auch unser eigenes Existenzoptimum nicht, die größte Fitness Lebensfähigkeit = Weltspielfähigkeit.

Dieser Zusammenhang  zwischen  vollkommener Sprache und vollkommenen Menschen gilt auch für Comenius.  Er sah den Menschen als ‚Pansoph‘, d.h. als einen „Mitarbeiter Gottes“. [. . .]  Letztendlich war sein Erziehungsziel die Herausbildung der Menschen zu Ebenbilder Gottes. (Aus Verona Laugczems: Johann Amos Comenius /Jan Amos Komensky, „Lehrer der Völker“, empfehlenswerte PDF-Information mit Bild und Lebenslauf)
Als Theologe kannte Comenius Matthäus 5:48: Ihr sollt vollkommen sein wie Gott. 3. Mose 19:2 geht noch weiter: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott. Während die Kirchen auf die Erlösung in den Zustand unserer größten Fitness durch Gott warten,  sieht uns Comenius in der Pflicht, durch lebenslange Erziehung = Bildung gottgleich = paradiesfähig zu werden. Basis der Bildung sind 3 Bücher: Das Buch der Bibel, das der Wissenschaft und das der Natur. Comenius hat es geschafft, ihren gemeinsamen Nenner zu finden.

Das Buch der Bibel lehrt nicht nur die Tugenden, die vorteilhaften Verhaltensweisen, die zur Gottgleichheit führen, sie sagt uns u.a. in 1. Korinther 2:10 und  Römer 1:20, wie wir es werden: Der geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes. – Gottes unsichtbares Wesen wird erkannt an seinem Werk von Anfang an, sodass keine Entschuldigung gilt.
Das Buch der Wissenschaft beschreibt das mathematisch-physikalische Konzept, das der Natur die Schöpfung als evolutionäre Entwicklung  vom Ursprung  der Energie  zu ihrem  Optimum:  Die letzte Stufe, das „Friedensreich“, soll angebahnt werden durch universale Lehrbücher und Enzyklopädien, durch universale Schulen für alle, durch ein universales Kollegium von Gelehrten und Seelsorgern und durch eine universale Sprache. (Verona Laugczems)
Die Unordnung, die  die  Sprachbarrieren vieler unvollkommener Sprachen zwischen den Einzelnen und Gruppen anrichten, verursacht das Kriegsreich. Der bisherige Versuch, durch Lernen von Frendsprachen Verständigung herzustellen, kostet Zeit, Kraft, Geld  – ohne dass damit ein Bildungseffekt erzielt wird. Gebildeter  werde ich nur, wenn ich mehr über mein Menschsein lerne. Darüber erfahre ich trotz Lernanstrengung nicht mehr, wenn ich das Wort für Menschsein in mehreren Sprachen kenne.

Zuständig für die Entwicklung und Einführung der universalen Sprache als  Internationale Sprache IS  ist heute die  UNO. Hier wurden inzwischen für viele Problembereiche der Menschheit Organisationen, Programme, Kommisionen eingerichtet.  Die IS-Kommission, kurz ISK, hätte die Aufgabe, das vielleicht größte  Übel zu beseitigen:  Das Chaos unvollkommener Sprachen, die unendlichen Schaden anrichten und nicht zur Vollkommenheit gebracht werden können.

Das Drama der Vielsprachigkeit beginnt bei der UNO: Es gibt 6 Amtssprachen: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französich, Russisch, Spanisch. Von diesen sechs sind  Englisch und Französisch Arbeitssprachen.
Amtssprache bedeutet, dass in jeder offiziellen Sitzung eine Übersetzung nach und aus diesen Sprachen zu erfolgen hat und dass alle sitzungsvorbereitenden Dokumente, alle Resolutionsentwürfe und alle Protokolle und Berichte in angemessenem zeitlichen Rahmen in diesen Sprachen zur Verfügung stehen müssen. Für die Arbeitssprachen gilt, dass alle organisationsinternen Arbeitsabläufe (mündlich und schriftlich) in diesen beiden Sprachen ablaufen können. Im Umgang mit dem Sekretariat der Vereinten Nationen hat jeder Delegierte das Recht, sich mündlich und schriftlich in der Arbeitssprache seiner Wahl auszudrücken. Auch müssen alle offiziellen Äußerungen des Sekretariats in den beiden Arbeitssprachen ablaufen (Anzeigen, Beschilderungen, etwa das bekannte „Security Council/Conseil de sécurité“ in New York, Broschüren, Führungen usw.). Alle anderen Länder als die 6 Privilegierten müssen mit eigenen Übersetzungsbüros die UNO-Texte in ihrer Sprache verfügbar machen.

Wäre dieses Regelwerk als Übergangslösung gedacht, bis im Rahmen der UNO die IS geschaffen ist, wäre das eine akzeptable Lösung. Weil aber in der UNO keine Initiative in der Richtung läuft, wirkt sie als  Evolutionsbremse.

Erst wenn die UNO die einsprachige Kommunikation in der internationalen Sprache verfolgt, wirkt sie im Sinne ihrer wichtigsten Aufgaben:  Sicherung des Weltfriedens, Einhaltung des Völkerrechts, Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.
Ihr Regelwerk als Dauerlösung verhindert den Erfolg bei allen Aufgaben prinzipiell.  Der Entschluss zur Einrichtung einer Sprachenkommission mit dem Ziel, die optimale Sprache als IS zu entwickeln, wäre ein Durchbruch für die Menschheit nicht nur für ihr Miteinander, sondern für ihre bewusste Weiterentwicklung. Wenn wir uns auf eine Internationale Sprache einigen, dürfte das z.B. auch bei der gemeinsamen Nutzung der letzten Ressourcen möglich sein, anstatt zum letzten Krieg darum hochzurüsten.

Wo liegt die Ursache für die Unfähigkeit einer Änderung, obwohl sich alle des ständigen Schadens der Vielsprachigkeit bewusst sind und diese gerne abstellen würden.
Wir selbst sind die Ursache. Unser Denken beherrscht eine weltfremde Auffassung über das Kommunikationsmittel Sprache in der Weltentwicklung. Alle Sprachen und ihre Vielfalt sind Ausdruck unbewusster Evolution an vielen getrennten Orten.
Unbewusste Evolution bedeutet: Nicht bewusst geschaffen, sondern allmählich  ungesteuert entstanden. Alle Sprachen sind deshalb nicht logisch, sondern widersprüchlich. Alles natürlich entstandene hat Nachteile, weil kein Bewusstsein die Gesetze des mathematisch-physikalischen Konzepts  gezielt anwendet. Ihre eigene Weiterentwicklung und die ihrer Äußerungen wie die Sprache betreiben die Organismen mit der Methode Versuch – Erfahrung. Darum gibt es so viele Fehlentwicklungen, die aussterben = selektiert werden. Das gilt auch für unsere Kulturen und Sprachen.
Entstehung an vielen getrennten Orten bedeutet: Die geographische Trennung der Menschen führte unvermeidlich zu unterschiedlichen  Sprachentwicklungen als Teil unterschiedlicher Kulturentwicklungen.

Mit dem  Zusammenwachsen der Menschen durch zunehmende Mobilität und Kommunikation wirken sich die Sprachunterschiede nachteilig aus bis hin zur Feindschaft. Wegen der schädlichen Folgen des Sich-nicht-verstehen-könnens bezeichnet die Bibel die vielen Sprachen als Strafe Gottes für sündiges Verhalten.

Um die Nachteile der Mehrsprachigkeit zu vermeiden, wurden die ersten Einheitssprachen für die Verständigung zwischen Dialekten als ihre Hochsprache entwickelt.  Diese Entwicklungen auf der nationalen Ebene sind Vorbild für eine gleiche Entwicklung auf  internationaler Ebene.  ‚Dialekte‘ sind hier die Nationalsprachen.

Der Anfang der Sprachbildung lag im Unbewussten, ausgelöst durch das Bedürfnis, sich durch Laute auszudrücken.  Die folgende Sprachentwicklung geschah nur mündlich. Auf diesem Weg können nur unvollkommene Sprachen wachsen.
Erst in Schriftform konnte der Versuch beginnen,  Ordnung in die Sprache zu bringen, indem versucht wird, sie auf wenig Regeln ohne Ausnahmen zu gründen. Das ist jedoch bei keiner überkommenen Sprache möglich. Auch die letzte Reform unserer deutschen Sprache hat  ihre Unvollkommenheit nicht geändert. Selbst das Latein enthält Ausnahmen von Ausnahmen.  Als ‚logisch‘ erscheint es nur relativ zu den noch unregelmäßigeren Gebrauchssprachen.

Seit dem Zusammenwachsen der Menschheit besteht die gleiche Notwendigkeit einer gemeinsamen Hochsprache für den Sprachraum Erde wie bei den Hochsprachen für die kleineren Sprachräume der nationalen Sprachgemeinschaften. Sucht man nach einem Zeitpunkt, an dem die Notwendigkeit spätestens konkret wurde, dann kommt man auf 1945, der Gündung der Vereinten Nationen. In  diesem Jahr wurden alle Sprachen an einen Punkt in einen Kommunikationsprozess zusammengeführt.

Die Schwierigkeit einer gemeinsamen Hochsprache bestand/besteht  zunächst darin,  dass der gemeinsame Sprachraum Erde keine Sprachgemeinschaft bildet, in dem die einzelnen Sprachen die Dialekte für eine Hochsprache sind. Daraus folgt: Wenn sich die Menschheit auf eine gemeinsame Hochsprache einigen will, dann hat sie 2 Möglichkeiten: Entweder sie entscheidet sich für eine der vorhandenen Sprachen, oder sie entwickelt eine neue.

Keine der beiden Möglichkeiten war durchsetzbar, wurde wahrscheinlich deshalb gar nicht zur Diskussion gestellt. Stattdessen meldeten zahlreiche Staaten ihren Anspruch auf Amts- und Arbeitssprache an. Das Ergebnis sind die o.g. 6 und 2 Sprachen – ein Dokument geringer Intelligenz angesichts der Folgen und der ungenutzten  Möglichkeit der optimalen Sprache als internatonale Hochsprache.

Die Evolution verlangt jedoch ihr Recht, in diesem Fall eine Lösung für eine  internationale Sprache. Obwohl eigentlich keine Sprache als die eine dominieren soll, setzt sich eine durch. Früher war es Latein und Französisch, heute ist es Englisch. Getrieben von der Notwendigkeit,  ist es ein Vorgang unbewusster Evolution: Wir haben da nichts im Griff. Wenn es um Sprache geht, setzt das logische Denken aus. Dann meinen wir, eine unvollkommene Sprache durch eine Reform optimieren zu können. Die letzte Reform der Deutschen Sprache hat viel Aufwand verursacht, ohne dass Deutsch in Richtung Vollkommenheit einen Schritt weiter gekommen ist. Das gilt für alle überkommenen Sprachen: Sie sind grundsätzlich nicht zum Optimum zu entwickeln.

Aus diesem primitiven Zustand kommen wir nur heraus, indem wir die Möglichkeit der optimalen Sprache nutzen, dieComenius beschreibt und die das mathematisch-physikalische Konzept enthält.  Ein wesentliches Kennzeichen des Konzezepts ist Einfachheit. Schon wegen ihrer Kompliziertheit scheiden alle heutigen unbewusst geschaffenen Sprachen aus – nicht nur als internationale Sprache.  Ein Beweis für die Möglichkeit  einer bewusst geschaffenen  Sprache mit wenigen Regeln ohne Ausnahmen ist Esperanto. Die von Ludwig Zamenhof geschaffene Sprache hat sich seit über 100 Jahren in allen Ländern als internationale Sprache bewährt.

Dabei war Ludwig Zamenhof Augenarzt. Die Sprachentwicklungskommission der UNO wäre aus den für die Aufgabe erforderlichen Fachleuten zusammengesetzt. Die verwenden stattdessen viel Mühe für die Entwicklung von Übersetzungsprogrammen. Die Ergebnisse bleiben unbefriedigend, weil zwischen unlogischen Strukturen auf  Logik basierende Pragramme keine befriedigenden Ergebnisse liefern können. Mit dem Aufwand hätten sie schon die optimale Sprache entwickeln können.
Wir haben heute die Situation, die laut UN nicht sein soll:  Eine nationale Sprache setzt sich als internationale Sprache durch, weil ohne eine internationale Sprache keine internationale Kommunikation möglich ist. Weil das immer so war, früher Latein und Französisch, hätte die UNO bei der Feststellung, dass sie sich nicht auf eine Nationalsprache einigen kann, eine Kommission einsetzen müssen, die die Möglichkeit einer neu geschaffenen Sprache als internationale Sprache prüft. Diese Lösung bot sich als Option an, weil folgendes bekannt war:
1. Alle Sprachen sind unvollkommen,  2. Die  vollkommene Sprache hatte Comenius bereits im Blick,  3. Mit Esperanto war die Möglichkeit einer vollkommenen Sprache für die internationale Kommunikation bewiesen.
4. Bereits durch den Völkerbund erhielt Esperanto eine gewisse Anerkennung, als 1922 der stellvertretende Generalsekretär Inazo Nitobe  seinen offiziellen Bericht zum Esperanto vorlegte.

1954 unterstützte die UNESCO Esperanto durch eine Resolution, wiederholt 1985, in der sie die Mitgliedstaaten dazu aufrief, die Möglichkeit eines Gebrauchs der Sprache zu untersuchen. Gerade das ist die Aufgabe der UNESCO!
In Deutschland widmet sich dieser Aufgabe seit 1929 die GIL  Gesellschaft für Interlinguistik e.V. , www.interlinguistik-gil.de. Die darin tätigen Sprachwissenschaftler beschäftigen sich mit der optimalen Sprache als IS. Sie sind in ihrer jeweiligen Muttersprache ausgebildet, sehen als Wissenschaftler ihre Aufgabe aber nicht darin, in unvollkommenen Schöpfungen unserer Vorfahren zu verharren, sondern nach die beste von Comenius vorgegebene Lösung  zuschaffen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie weit Esperanto davon entfernt ist.
Es geht ihnen darum, dass alle Menschen außer ihrer Muttersprache nur noch eine weitere Sprache lernen müssen, die sich durch innere Logik und damit leichte Lernbarkeit und flexiblen Gebrauch auszeichnet. Weil sie bereits im ersten Schuljahr erlernt wird, kann sich jeder Mensch mit jedem Menschen verständigen. Auch im Internet – Übersetzungsprogramme sind dann überflüssig. Auch in der UNO, weil dann Einsprachigkeit gilt. Dann haben wir  paradiesische Zeiten vor uns . .  .

2016-07-12 13:44 GMT+02:00 Alois Eder <aloiseder@arcor.de>
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Gedanken zum Geburtstag des Esperanto am 26. Juli


 


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