Der Weg aus Depression

Übersicht
Der Weg aus Depression
Degeneration und ihre Ursachen
1 Deutschland wird depressiver
Kommentar zu 1
2 Wenn der Sinn verloren geht
Kommentar zu 2Wie der Sinn gefunden wird
„Unser Terrorismusproblem ist Hausgemacht.“
Individualisierung als Depresionsursache

Der Weg aus Depression
ist der Weg zum Glücklichsein.
Es ist der Weg der Sinnverwirklichung.

Definitionen: Glücklichsein bezeichnet besonders intensiv erlebte Augenblicke der Lebensfreude, die als Grundzustand von den Organismen angestrebt wird. Depression bezeichnet Zustände der Organismen unterhalb der Lebensfreude mit dem Tiefpunkt Lebensüberdruss als Pessimum. Seit ihrer Entstehung strebt die Energie in Gestalt der ersten Organismen, der Quanten, das Optimum an Lebensfreude an und verursacht damit die Evolution, ihre Höherorganisation zu dazu fähigen Organismen. 

Die zentrale Bedeutung der Freude in unserer Welt hat Friedrich Schiller in seiner Ode „An die Freude“ optimal zum Ausdruck gebracht: „Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur. Freude, Freude treibt die Räder in der großen Weltenuhr.“
Lebensfreude-Glücklichsein ist durch die Energie als Grundbedürfnis in allen Organismen wirksam. Realisiert werden kann das Optimum an Lebensfreude, was insbesondere frei sein von Depressionen bedeutet, nur durch Organismen mit Bewusstsein über die Möglichkeit. Voraussetzung dafür ist das Bewusstsein daüber, dass Lebensfreude mein Grundbedürfnis ist. Das drückte der Autor von Matthäus 5:3 vor 2500 Jahren optimal aus:
„Glücklich sind, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind.“  Das ist unser Problem immer noch: Wir laufen umher und versuchen hiermit und damit glücklich zu sein, weil wir nicht wissen, warum wir leben.  Bewusstsein, das seine Bedeutung nicht kennt, kann prinzipiell nicht glücklichsein – darf es auch nicht. Wenn ich mit falschen Zielen und Wegen zufrieden bin, suche ich nicht mehr nach den richtigen, die mich zum Existenz-optimum führen.  Jemand sagte: Der Fortschritt kommt von den Unzufriedenen.

Unzufrieden ist noch nicht depressiv. Dahin geht die Reise, wenn die Unzufriedenheit nicht oder falsch befriedigt wird. Sie wird nicht befriedigt, wenn die gestellten und ungestellten Fragen, die irgendwie mit dem Sinn des Lebens und dem Weg seiner Verwirklichung zusammenhängen, unbeantwortet bleiben.   Sie wird falsch befriedigt, wenn sie z.B. mit einer Wohlstandsillusion beantwortet wird – auch für den, der die Antwort für richtig hält.

Depression und Lebensfreude bilden eine Funktionelle Einheit: Depression beginnt mit Mangel an Lebensfreude – der Weg aus Depression ist der zur Lebensfreude.
Weil dieser Zusammenhang  in der Depressionsbehandlung nicht genutzt wird, ist Heilung, insbesondere nachhaltige, selten. Der Weg zum Glücklichsein wird nicht genutzt, weil er nicht bekannt ist – wie das Mittel bei unheilbaren Krankheiten.
Stets ist es die Beseitignung der Ursache – bei Mangel an Lebensfreude die fehlende Übereinstimmung meines Fühlens, Denkens, Wollens, Handelns mit meiner Existenzbedingung.
Weil die beiden Infos ‚Glücklich sein‘ und ‚Der Weg aus Depression‘ die gemeinsame Ursache von der jeweils anderen Position aus behandeln, ergänzen sie sich.
Auch alle anderen VES-Infos dienen dem Ziel, das mögliche Existenzoptimum und den Weg dorthin zu beschreiben: Ziel und Weg der Evolution als Sinn des Lebens.
Weil das vor uns liegende Optimum als Möglichkeit im gesetzmäßig begründeten Weltprozess enthalten ist, ist seine Verwirklichung als Auftrag der Weltursache zu verstehen. Und Depression statt Glücklichsein die Strafe, die sich alle Organismen über die Folgen ihrer falschen Ziele und Wege, von denen sie sich Glücklichsein versprechen, einhandeln.

Wie alle Fehlentwicklungensind auch Depressionen nur zu verstehen und zu heilen, wenn man ihre Ursache kennt. Die besteht darin, dass wir einzeln und kollektiv nicht tun, was glücklich macht. In unserer Welt gilt das digitale Prinzip: 0 – 1, Ein – Aus, Alles – Nichts. In diesem Sinne sagte Jesus: „Eure Rede sei Ja, Ja – Nein, Nein.“
Mache ich nicht
das Richtige, lande ich beim Falschen. Ursache ist die Basis unserer vollkommenen Existenzbedingung: Das mathematisch-physikalische Konzept, das die Folgen aller Bewegungen in der Welt bestimmt. Fakt ist:  Jede Bewegung meines Fühlens, Denkens, Wollens, Handelns stellt eine mathematische Gleichung dar.  Das Ergebnis ist mehr Optimum oder Pessimum. Das Konzept ist wirksam über die mathematisch-physikalischen Eigenschaften der Energie, die mich und meine Umwelt bildet.

Bezüglich Weg zum Glücklichsein tappen wir mehrheitlich im Dunkeln, wie der Bericht  „Deutschland wird immer depressiver“ bestätigt. Deshlb können auch die bisher angebotenen Psychotherapien nicht helfen. Weil das aber die Therapeuten wollen und die Gemeinschaft von ihnen erwartet, geraten sie selbst in Schwierigkeiten. Darüber berichtet
Wolfgang Schmidbauer in seinem Buch „Die hilflosen Helfer – Über die seelische Problematik der helfenden Berufe“.

Beispiel: Die Logotherapie von Viktor E. Frankl basiert auf der Meinung von
Sigmund Freud, die er unter dem Eindruck seiner depressiven Patienten bildete:
„Dass der Mensch glücklich sei,ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.“
Obwohl Frankl in seinem Buch „Der Mensch vor der Frage nach Sinn“ im fehlenden Sinn des Lebens die eigentliche Depressionsursache erkannte, blieb er bei Freuds Meinung, dass das Leben immer so sein wird, wie es war: Ein kurzer Weg durch ein Jammertal – wie es die beiden Gedichte zum Ausdruck bringen:

Konstantin Wecker:
Das soll dann alles gewesen sein –
ein Leben ganz ohne den Wind?
Vesorgt und verplant und ohne Idee,
was wir wollen und wer wir sind?
Das soll dann alles gewesen sein

probieren, studieren, stolzieren,
um unser Versagen dann irgendwann
etwas besser zu interpretieren?
Das soll dann alles gewesen sein –
Glück und Tränen verflogen?
Einsilbig alles zu Ende gedacht,
um Ewigkeiten betrogen.

Erna Hunziker:
Was ist des Menschen Ziel auf Erden?
Wozu soll er geboren sein?
Zu tragen Not und viel Beschwerden?

Ist das der Sinn und Zweck allein?
Ist’s ein Erhaschen ird’scher Gabe?
Ein Streben nur nach Ruhm und Glück?
Ach, spätestens an seinem Grabe
bleibt solches alles doch zurück!

Die  Antwort auf die Sinnfrage:
Wir werden nicht geboren, um zu sterben,
sondern
um die Paradiesmöglichkeit zu verwirklichen.
Sterben
müssen wir, weil wir es nicht tun.

Die Ignoranz der Meinung, es gäbe keine Entwicklung zum Besseren, ist angesichts der
Fakten unverständlich. Seit Darwin wissen wir, dass eine Höherorganisation von Null seit
Entstehung der Energie, aus der wir sind, zu immer lebensfähigeren Organismen läuft, die
immer mehr Möglichkeiten ihrer Existenzgrundlage, dem mathematisch-physikalischen
Weltkonzept, erkennen und nutzen, um sich und ihre Umwelt zu optimieren.
Paläologische Erkenntnisse insbesondere in der Entwicklung des Menschen bestätigen die
Höherentwicklung: Uns und und unsere Möglichkeiten der Selbst- und Umweltgestaltung
gab es früher nicht. Weiterentwicklung der Existenzinformationen unseres Genom und
der Operationsinformationen unseres Gehirns machten uns immer weltspielfähiger.
Entscheidend dabei: Wir können das bewusst gezielt machen! Deshalb ist Bewusste
Evolution
das Motto unseres Vereins und das einzige Mittel gegen Degenerations-
vorgänge aller Art.
Weil Depressionen eine Degenerationserscheinung unter anderen
und nur als solche zu verstehen und zu heilen ist, behandeln wir sie nachfolgend unter
ihrem Gesamtaspekt.

Degeneration und ihre Ursachen in der Evolution.

Über 95% der entstandenen Arten (Spezies) sind ausgestorben.
Aus 2 Gründen: Umweltkatastrophen oder eigene Fehlentwicklung.
Umweltkatastrophenwie Klimaveränderungen durch Sonnenvorgänge, Meteoriten-einschäge, Erdbewegungen von dem Ausmaß, dass einige oder viele Arten sich nicht
anpassen konnten, sind selten.
Eigene Fehlentwicklungdurch falsche Mutationen als Folge falscher Verhaltens-
weisen
überwiegen beim Aussterben.
Richtig sind die Bewegungen der Organismen, mit denen sie in ihrer jeweiligen Lebenssituation die Weltspielregeln folgerichtig anwenden, d.h. so, dass sie die mögliche Verbesserung ihrer inneren und äußeren Lebenssituation erreichen.

Falsche Mutationenführen zu weniger Lebenstauglichkeit. Gilt das bereits für die
Mutationen der Artbildung, entsteht ein von Anfang an lebensuntauglicher Organismus
mit der Folge einer kurzen Erscheinungsdauer. Führen die Mutationen zu einer zunächst
vielleicht sogar besonders lebensfähigen Art, dann stirbt sie früher oder später trotzdem
aus, wenn sie mit der Weiterentwicklung ihrer Umwelt nicht Schritt halten kann. Das ist
bei den meisten Arten der Fall, weil ihre Mutationen vom Evolutionsgradienten weg in Sackgassen führten, z.B. Flügel, Flossen, Hufe statt Arme mit Händen und aufrechter Gang.  Auf dem Evolutionsgradienten liegt die Mutationensfolge, die zum Existenz-
optimum führt.
Dahin gelangen nur Organismen, die mit ihrer jeweiligen Mutation die Option für die folgenden Mutationen wahren. Bisher haben das Organismen unserer Art
geschafft. Es gibt sicher viele, die sich durch die richtigen Mutationen zu ihrer größten Fitness, ihre Weltspielfähigkeit, entwickeln können. Das bedeutet Bewusste Evolution.
Spätestens mit der Unbewohnbarkeit der Erde für biologisches Leben, sterben alle Arten aus, die in Sackgassen zu Organismen mutierten, die nur noch variieren können, aber
nicht mehr so veränderbar sind, dass sie überleben, weil sie vorher begannen,
den Weltraum zu besiedeln.

Falsche Verhaltensweisen = operative Entscheidungen jedes Organismus sind die
Ursache für seine Innen- und Außenentwicklung, deren Optimierung jeder mit seinen
Innen- und Außenbewegungen erreichen will. Bei der Außenentwicklung geht es um
meine äußeren Lebensverhältnisse, bei der Innenentwicklung um mein seelisches Wohlbefinden und  mehr Weltspielfähigkeit durch die geeigneten Mutationen.
Das ist so, weil in der Evolution als Folge des absoluten Operationsprinzips
actio = reactio
das Prinzip der Epigenetik als normale Mutationsursache gilt:
Mit ihrem Verhalten, z.B. mit dem, was ich fühle, denke, will, tue, verursachen die Organismen nicht nur ihre Befindlichkeit, sondern auch ihre genetischen Veränderungen.
Das Rauchen einer Zigarette soll 300 Gene ändern. Der Zustand der Freude beeinflusst meine genetische Entwicklung ebenso wie der der Depression.

Ob ich zu denen gehöre, die kraft ihrer genetischen Veranlagung zu Depressionen
neigen, hängt von nicht von mir ab, sondern meinen Eltern und dem, was ich in meiner Kindheit erfahren habe. Weil in der Evolution auch das Prinzip der individuellen Entwicklung innerhalb der Arten gilt, geraten auch innerhalb einer Art wie der
Homo sapiens sapiens, die sich insgesamt noch auf dem Evolutionsgradienten befindet, Organismen auf die Degenerationsspur, wenn sie mit ihren Bewegungen des Fühlens, Denkens, Wollens, Handelns mit falschen Zielen und Wegen in falsche Richtungen laufen.
Wenn das immer mehr Individuen machen, degeneriert schließlich die Art.
Das ist der Grund,weshalb in unserer Art schon viele Populationen ausgestorben sind:
Sie sind an den inneren und äußeren Folgen ihrer Entscheidungen für Irrtümer
darüber, was im Weltspiel Vorteil bedeutet, eingegangen:
Raubbau an den Ressourcen der Versorgung;Krieg im kleinen und großen, um auf Kosten anderer zu leben; falsche religiöse und ideologische Vorstellungen über die Welt, ihre Ursache und unsere Stellung darin; damit eng verbunden die Schaffung einer unwirklichen
Welt in der Kunst; Spaß und Spiel als Zeitvertreib; Wohlleben mit Ausschweifungen in Rausch und Sex.
Wenn wir heute nach dem Grund des Verschwindens ehemals blühender Kulturen suchen,
sind wir selbst gefährdet. Weil wir die degenerierenden Verhaltensweisen nicht als Ursache
erkennen, praktizieren wir sie nach wie vor. Wie u.a. die Zunahme der Depressionen und
die Abnahme der Geburten anzeigen, wächst die Degenerationsgefahr. Der Grund:

Mit wachsendem Bewusstsein nehmen die Gestaltungsmöglichkeiten und das
Sinnbedürfnis zu. Bleibt die orientierende  Information über unsere Bedeutung
in der Welt aus, verfolgen wir Vorteilsirrtümer, mit denen wir uns degenerieren
und mit unseren weitreichenden Eingriffsmöglichkeiten in unsere Existenzgrund-
lage diese nachhaltig zerstören.
Dann sterben wir aus – nicht durch stärkere Feinde
oder eine Umweltkatastrophe, sondern durch eigenes Versagen.
Als selbsternannter  Homo sapiens sapiens befinden uns in dieser kritischen Situation.
Wir müssen uns bald zum Homo sapiens sapiens sapiens mausern, der weiß, warum ihn
die Energie entwickelt hat, wie er den Grund realisieren kann und zielstrebig darauf
hinwirkt, seinen Existenzgrund als seinen größten Vorteil zu verwirklichen.
Das, und nichts anderes, bedeutet Selbstverwirklichung. Es ist die Hoffnung gebende
und Weg weisende Perspektive als Heilmittel bei Depression – und allen anderen
Schwierigkeiten . .

Beim Umdenken von der unbewussten zur Bewussten Evolution hilft die Auseinander-
setzung mit dem gefährlichen, weil schleichenden inneren Degenerationsvorgang Depression. Umgekehrt ist Umdenken zur Bewussten Evolution das Heilmittel für
Depression.

Hilfreich für das Verständnis von Degeneration insgesamt und ihren Einzelvorgang Depression sind Meldungen der Medien über die laufende Entwicklung beider.
Wir werden im folgenden Meldungen bringen und bei Bedarf mit einem Kommentar
ergibig machen, nicht Depressionen, sondern alle Degenerationsursachen aufzugeben.


1 Deutschland wird depressiver
12. August 2010 – Berliner Morgenpost

Psychische Erkrankungen wie Demenz und Depressionen verursachen zunehmend hohe Kosten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Ausgaben für die Behandlung dieser Krankheiten zwischen 2002 und 2008 um zusammen 32 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt erhöhten sich die Kosten aller Krankheiten in dieser Zeit aber lediglich um 16 Prozent.

Die häufigsten – und auch teuersten – Erkrankungen sind noch immer die des Herz-Kreislauf-Systems, gefolgt von Erkrankungen des Verdauungssystems, zu denen die Statistiker auch alle Zahnbehandlungen zählen.

Dafür, dass die Ausgaben für Demenz und Depression so stark gestiegen sind, gibt es keine eindeutige Erklärung. Vordergründig liegt die Ursache der höheren Kosten darin, dass es mehr Krankheitsfälle gibt. Doch die Gründe liegen im Dunkeln. „Wir wissen es nicht genau“, sagt Johannes Klein-Hessling von der Bundespsychotherapeutenkammer. Das Statistische Bundesamt vermutet, dass Patienten und Ärzte psychische Erkrankungen heute häufiger erkennen und behandeln.

Über die tatsächlichen Ursachen des Behandlungsbedarfs aber wird allseits gerätselt. Das Bundesgesundheitsministerium erhofft sich Erkenntnisse von einer großen Gesundheitsstudie, deren Auswertung aber erst Ende 2011 beginnen soll. Experten der Krankenkassen nehmen an, dass viele Arbeitnehmer dem Stress am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen sind. Inzwischen, das ist ebenfalls eine Vermutung, fällt es vielen Betroffenen auch leichter, sich zu ihrer Krankheit zu bekennen und sich in Behandlung zu begeben. Wer unter Depressionen leidet, fühlt sich weniger stigmatisiert als noch vor wenigen Jahren und tritt eher den Weg zum Psychotherapeuten an. Im Falle der Demenzkranken ist die Situation eine etwas andere. Hier verweisen Experten auf die Demografie: Weil es immer mehr alte Menschen gibt, gibt es mehr Menschen, die dement werden.

In jedem Fall gelten psychische Krankheiten als sehr behandlungsintensiv, was die
hohen Kosten erklärt. So bleiben Patienten, die mit einer solchen Erkrankung im
Krankenhaus liegen, nach Angaben der Krankenkasse Barmer GEK im Durchschnitt
rund drei Wochen dort. Die Behandlung von Depressionen kostete 2008 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 5,2 Mrd. Euro. Für Demenzkranke wurden sogar 9,4 Mrd. ausgegeben. Für beide Krankheiten zusammen waren das 3,5 Mrd. Euro mehr als noch 2002.

Mehr Psychotherapeuthen.

Zum Vergleich: Die Behandlung von Kreislaufkrankheiten kostete 2008 rund 33 Mrd. Euro – das waren rund 15 Prozent der gesamten, vom Bundesamt errechneten Krankheitskosten von 254 Mrd. Euro. In die Statistik fließen alle entstehenden Kosten ein – von der Pille bis zum Gehalt der Krankenschwester. Die vermehrte Behandlung psychischer Leiden manifestiert sich auch in der steigenden Zahl an Psychothera-
peuten. Laut ihrer Standesvertretung hat sich die Zahl zwischen 2002
und 2008 von 16 500 auf 20 000 erhöht.

Aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion geht hervor, dass sich parallel die Ausgaben für Arzneimittel zur Behandlung psychischer Krankheiten erhöht haben – mit Steigerungsraten um mindestens 70 Prozent.

Der Verband der Betriebskrankenkassen (BKK), der regelmäßig die Krankmeldungen der BKK-Versicherten auswertet, berichtet von einem langsamen, aber kontinuierlichen Anstieg der Zahl psychischer Erkrankungen. Fehlte 1976 kaum einer der BKK-Versicherten wegen einer psychischen Erkrankung, gingen 2009 fast zwei Krankheitstage auf ihr Konto – und das, obwohl die Versicherten durchschnittlich weniger Tage pro Jahr krankgeschrieben waren. Das wissenschaftliche Institut der AOK meldete für die Versicherten der AOK, dass seelische Leiden 2009 für 8,6 Prozent aller Krankheitsfehltage verantwortlich waren. Inzwischen liegen seelische Störungen laut Report an vierter Stelle bei den Ursachen für eine Erkrankung Berufstätiger.
Auch der Anteil der Frühverrentungen wegen psychischer Erkrankungen steigt.

Dass dies zu spürbaren Kosten führt, bestätigt das Bundesgesundheitsministeriums auf Anfrage der Grünen. Danach sind psychische Krankheiten für Produktionsausfälle von fast vier Mrd. Euro jährlich verantwortlich. Der Ausfall an Bruttowertschöpfung in Deutschland betrage sieben Mrd. Euro, heißt es unter Berufung auf eine Statistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Zum Vergleich: Insgesamt könnte die Bruttowertschöpfung um 78 Mrd. Euro höher sein, wenn Arbeitnehmer nicht wegen Krankheit ausfallen würden. (Zitat Ende)

Kommentar zu 1
Depressionsursache, ihre Wirkungen und Heilung
Jeder Organismus, von Quant bis Mensch, stellt durch seine Energiestruktur eine
Informationspotenz dar, bei uns bestehend aus den Informationsbereichen Genom –
Gehirn – Gestalt.
Die Informationspotenz eines Organismus nennen wir Seele, den Anteil unserer bewuss-
ten Hirntätigkeit Psyche oder Geist.
Die Energiestruktur, mit der sich Information in unserer Welt darstellt, nennen wir Körper. Durch ihre Identität erfahren sie das gleiche Schicksal: Gerät meine Seele in Unordnung, weil sie statt sich zu freuen durch unerfreulche Innen- oder Außenvorgänge leidet, gerät
auch ihre Darstellung, mein Körper, in Unordnung. Umgekehrt ändert sich mit dem Informa-
tionskörper auch der Information, meine Seele.
Deshalb verordnet der Arzt in seiner Hilflosigkeit gegenüber Ursache und Heilung bei Depression körperlich wirkende Medikamente. Dazu meldet die Techniker Krankenkase
am 15. 8. 10: „Ärzte verschreiben Berufstätigen immer mehr Mittel gegen Depresionen.
Im Vergleich zu 2000 113% mehr.“
Wegen der Körper-Seele-Identität ist das begrenzt und als Soforthilfe möglich. Weil nicht
die Ursache behoben wird und wegen der Nebenwirkungen verschlimmert sich das Leiden.

Depressionsquelle ist meine Informationspotenz = Seele. Sie verlangt nach einem
Fühlen, Denken, Wollen, Handeln, das sie befriedigt – ob ich mir dessen bewusst bin
oder nicht. Ihr Verlangen ist das, was wir Gewissen nennen.
Depressionsursache ist der Gebrauch meiner Seele für Ziele und Wege, die zu
denen im Widerspruch stehen, nach denen meine Seele verlangt.

Der erste Schritt zur Heilung besteht deshalb darin, mir bewusst zu machen, dass meine Seele nach Befriedigung verlangt und wodurch ich ihre Befriedigung erreiche. Es ist mein
größter Vorteil.

Die Schwierigkeit dabei: Durch unterschiedliche Veranlagung gibt es eine große Bandbreite an Seelen. Sie reicht von solchen, die wie Hitler oder Eichmann, ihre Befriedigung darin finden, Ziele und Wege zu verfolgen, die Leid, Tod, Zerstörung verursachen, bis zu solchen, die sich für Ziele und Wege beim Forschen, Gestalten,
Helfen aufopfern und dabei depressiv werden bis zum Suizid – wie im Fall der
Jugendrichterin Kirsten Heisig.
Die vom Individuum unverschuldete Veranlagung zu destruktivem Verhalten führt zu der
zentralen Frage der Bewusstwerdung nach der objektiven, mit dem Weltkonzept
übereinstimmenden Seele. Es ist die Informationspotenz, die Organismen
befähigt, das Existenzoptimum durch folgerichtige Konzeptanwendung zu verwirklichen. Es ist die Seele, die das Weltspiel richtig spielt.
Erfolgreiche Psychotherapeuten vermitteln diesen Weg, der an Schulen unterrichtet

werden muss.

Der folgende Bericht beschreibt exzellent die Situation in der Depressionsforschung.
An ihm lässt sich der Weg zum Glücklichsein als einzige Depressionsprophylaxe und
-heilung im anschließenden Kommentar
darstellen.

2 Wenn der Sinn verloren geht
18. 12. 2009 – Berliner Morgenpost(Die wichtigen Stellen haben wir fett hervorgehoben)
Zwei junge Fische begegnen einem alten Fisch, der in die Gegenrichtung schwimmt.
Der alte Fisch fragt im Vorüberschwimmen: „Na, wie gefällt euch das Wasser?“
Die jungen Fische schwimmen zunächst noch ein Stück weiter, dann fragt der eine
den anderen verwundert: „Was zum Teufel ist Wasser?!“

Mit dieser kleinen Geschichte begann eine Rede, die der Schriftsteller David Foster Wallace bei einer Feier gehalten hatte. Wallace nahm sich im September 2008 mit 46 Jahren das Leben. Der Kern der Geschichte: Viele für den Menschen lebensnotwendige Faktoren werden nicht als solche erkannt oder erst, wenn sie fehlen. Mit dem Sinn verhält es sich ganz ähnlich wie mit dem Wasser bei den Fischen. Wer in seinem Leben nie einen Mangel an Sinn erlebt hat, wer nie die Qual erfahren hat, die ein Mensch erleidet, dem das Gefühl für den Sinn des Lebens abhanden gekommen ist, dem wird die Frage nach dem Sinn wahrscheinlich so unbegreiflich vorkommen wie den beiden jungen Fischen die Frage nach dem Wasser.

Wenn es also eine Erkrankung gäbe, die durch Sinn-Mangel verursacht wäre, könnte uns dies wohl helfen, der medizinischen Bedeutung des Sinns auf die Spur zu kommen. Es gibt eine Sinn-Mangelerkrankung. Sie ist eine ernste und manchmal sogar tödliche Erkrankung: die Depression. Sie ist ein qualvoller, von den Betroffenen weder durch Willensakte noch durch sonstige selbst veranlasste Maßnahmen beeinflussbarer Zustand. Kennzeichen sind ein Gefühl anhaltender innerer Leere, über Wochen und Monate gehender Antriebsverlust, ein andauerndes „Gefühl der Gefühllosigkeit“ und eine qualvolle Empfindung völliger Sinnlosigkeit des eigenen Daseins.

Dieser Zustand ist es, der nicht wenige depressiv Erkrankte suizidal werden lässt – wie David Foster Wallace , die Jugendrichterin Kirsten Heisig oder der deutsche Nationaltorwart Robert Enke. Der Tod dieses Sportlers hat viele Menschen ganz besonders berührt, weil er kein Aufschneider war, wie man sie im Spitzensport oft findet. Er war ein ganz „normaler“ Mensch wie viele unter uns: bescheiden, pflichtbewusst und voller Hingabe an seine berufliche Arbeit.

Man könnte nun analog zu den Fischen im Wasser fragen: Wenn die Depression eine Sinn-Mangelerkrankung ist, welche Bedürfnisse müssen befriedigt werden, welches Mediums bedarf es, um den Sinnbedarf des Menschen zu stillen?

Hypothesen gibt es schon lange, sowohl seitens der Philosophie als auch der Psychologie. Die moderne Neurobiologie hat in den letzten Jahren einige Antworten darauf geben können, welcher „Nahrung“ es bedarf, um den Hunger nach Sinn zu stillen: Der Mensch braucht, um keinen Sinnmangel zu erleiden und nicht in Depression zu verfallen, zwischenmenschliche Anerkennung, Zuwendung und Sympathie. Wir benötigen, um Sinn zu erleben, andere Menschen, für die wir Bedeutung haben. Menschen brauchen Bindungen.

Das Gehirn ist stofflich verändert

Das Bedürfnis nach Bedeutung, Wertschätzung und Anerkennung ist also keineswegs „nur“ ein psychologisches Bedürfnis (diese Annahme wäre nicht neu), sondern es handelt sich – wie neurobiologische Studien zeigen – um ein biologisches Bedürfnis.

Menschen, die den Verlust einer Bindung oder einen schwerwiegenden und lang anhaltenden Mangel an Wertschätzung durch andere erleiden, erleben eine messbare Veränderung ihres neurobiologischen Stoffhaushaltes: Die Motivationssysteme des Gehirns stellen die Synthese von lebenswichtigen Botenstoffen wie Dopamin ein. Gleichzeitig kommt es zu einer Aktivierung der Stress- und Angstsysteme – unter anderem mit einem Anstieg der Stressbotenstoffe Cortisol und Noradrenalin. Die psychische Seite dieser neurobiologischen Veränderungen sind Gefühle der Sinnlosigkeit, der Leere, der Angst, des Selbstzweifels und des Lebensüberdrusses.

Die Depression ist eine komplexe Erkrankung. Das Problem von Menschen, die dazu neigen, besteht nicht „nur“ darin, dass sie von anderen Menschen nicht genügend Wertschätzung erhalten haben. Zwar können von außen kommende Faktoren für die Auslösung einer depressiven Erkrankung eine bedeutende Rolle spielen, zum Beispiel übergroßer Leistungsdruck am Arbeitsplatz bei gleichzeitig fehlender Wertschätzung, eine Situation übrigens, wie sie derzeit sehr viele Menschen erleben.

Bei Menschen, die depressiv erkranken, spielt jedoch ein weiterer, nämlich ein innerer Faktor eine ebenso bedeutende Rolle: Personen mit erhöhtem Depressionsrisiko können die liebevolle Unterstützung oder Zuwendung anderer schlecht an sich heranlassen. Der Grund dafür ist, dass viele Depressive in den frühen Jahren ihres Lebens einen mehr oder weniger starken Mangel an bedingungsloser Liebe erlebt haben.

Viele, die später depressiv erkranken, standen bereits als Kinder unter hohem Leistungs- oder Anpassungsdruck und mussten sich die ersehnte liebevolle Zuwendung „hart erarbeiten“. Frühe Erfahrungen dieser Art prägen einen Menschen, sie lassen eine besondere innere Haltung entstehen. Die psychotherapeutische Medizin spricht von einem inneren „Schema“. Menschen mit erhöhtem Depressionsrisiko haben ein inneres Schema, das mit dem tiefen Gefühl verbunden ist: „Wenn ich keine besonderen Leistungen erbringe, bin ich nichts wert. Bin ich nicht besonders gut, können mich andere nicht lieben. Wenn ich keine Leistungen bringe und andere mich nicht lieben, kann auch ich selbst mich nicht lieben.“

Eine unsichtbare trennende Wand

Leistung ist der Dreh- und Angelpunkt, an dem sich für Menschen mit erhöhtem Depressionsrisiko entscheidet, ob sie sich als liebenswert empfinden und ob ihr Leben einen Sinn hat. Wir alle tragen eine Spur dieses inneren Schemas in uns. Bei Menschen mit einem starken depressiven Schema kann jedoch die vorbehaltlose Liebe eines anderen Menschen nicht mehr ins eigene Innere hineingelassen werden. Depressive fühlen sich wie durch eine unsichtbare Wand von anderen emotional getrennt.

Etwas Weiteres kommt hinzu: Wie von unsichtbarer Hand gesteuert, geraten Menschen mit einem depressiven inneren Schema immer wieder in berufliche oder private Milieus und Situationen, wo sie zwar wenig Zuwendung finden, dafür aber ihren Leistungshunger ausleben können, an dem sie dann aber – früher oder später – erkranken.

Die Depression ist also ein Leiden, bei dem innere und äußere Faktoren zusammenwirken. Die Therapie besteht nicht nur darin, auf die äußeren Faktoren zu achten, sondern auch nach innen zu schauen und das eigene „depressive Schema“ zu ändern. Angehörige sollten hier keine „Do it yourself“-Therapieversuche starten. Die Arbeit an den inneren Faktoren gehört in die Hand eines guten Therapeuten.

Kommentar zu 2: Wie der Sinn gefunden wird
Wenn die wertvolle Depressionsanalyse schon das letzte Wort wäre, müssten darauf basierende Therapien helfen. Tun sie aber nicht: Heilung wird kaum erreicht, allenfalls vorübergehende.  Dauerbehandlung und Antidepressiva dienen als Notlösung, auch mehr Therapeuten können nicht verhindern dass sich Depression zur Volkskrankheit ausbreitet.
Der Grund für die Hilflosigkeit steht im 2. Absatz:
„Der Kern der Geschichte:Viele für den Menschen lebensnotwendige Faktoren werden nicht als solche erkannt oder erst, wenn sie fehlen. Mit dem Sinn verhält es sich ganz ähnlich wie mit dem Wasser bei den Fischen. Wer in seinem Leben nie einen Mangel an Sinn erlebt hat, wer nie die Qual erfahren hat, die ein Mensch erleidet, dem das Gefühl für den Sinn des Lebens abhanden gekommen ist, dem wird die Frage nach dem Sinn wahrscheinlich so unbegreiflich vorkommen wie den beiden jungen Fischen die Frage nach dem Wasser.“

Der Fehler: Was wir subjektiv im Sinn haben wird mit dem objektiven Sinn des Lebens verwechselt. Der abhanden gekommene Sinn ist der selbst gegebene, über den Sinn des Lebens, der für alle Organismen gilt, wird doch gar nicht nachgedacht. Würden wir auf seine Verwirklichung hinarbeiten wie auf das, was wir im Sinn haben, lebten wir schon im Paradies.
Alles Leid,das wir verursachen und der Entgang von Glücklichsein beruht auf der Meinung, jeder kann sich seinen Sinn selbst geben – „suum cuique“ jedem das Seine nannten es die Römer und Friedrich der Große „Jeder nach seiner Facon“.

Der Irrtum, wir könnten unseren Lebenssinn frei bestimmen, beruht auf dem voraufgehenden Irrtum, wir würden die Folgen unseres Verhaltens bestimmen. Die bestimmt jedoch unsere gesetzmäßige Existenzbedingung. Wer das danach mögliche Existenzoptimum als Sinn des Lebens verwirklichen will, verursacht mit seinem Fühlen, Denken, Wollen, Handeln solche Folgen in seinem eigenen Organismus und seiner Umgebung, die das Optimum verwirklichen. Je weiter wir mit eigenem Sinn davon abweichen, umso unerfreulicher und leidvoller werden die Folgen, die wir stattdessen erleben. Eine davon sind Depressionen: Das innen und außen Erlebte stellt das, was ich bisher als Sinn verfolgte, in Frage, ohne dass der Sinn des Lebens gesehen wird. Wie soll es weiter gehen? Was ist die Hoffnung begründende Perspektive?

Ich darf mir also den ‚Sinn meines Lebens‘ nicht ausdenken, er muss mit dem ‚Sinn des Lebens‘ übereinstimmen, der das Weltgeschehen aufgrund des ganz bestimmten Seins der Welt beherrscht. Deshalb war es richtig, dass Viktor E. Frankl in seinem Buch „Der Mensch vor der Frage nach Sinn“ nach der Antwort gesucht hat.
Leider hat er sie nicht gefunden. Als dritter der ‚Wiener Schule‘ nach Freud und Adler ging er von Freuds Meinung aus, „Dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.“ Entsprechend  war für Frankl die Sinnlosigkeit der Sinn: Kein entrinnen aus dem Jammertal eines kurzen Lebens. Mit seiner Logotherapie versuchte er, mit möglichst wenig Leid die mit dem Tod beendete Hoffnungslosigkeit auf ein besseres Leben zu überstehen.
Deshalb wird auch religiöser Glaube zur Stabilisierung empfohlen, obwohl sein Widerspruch zur Wirklichkeit und dementsprechend die Folgen von Religion bekannt sind. Über die Folgen ihres Glaubens erleben auch überzeugte Gläubige die sogenannten Anfechtungen, die in der Bibel und den Kirchen ein therapeutisches Problem darstellen.

Frankls Fehler bei seiner Sinnsuche: Er hat die beiden Informationsquellen für den ‚Sinn des Lebns‘ nicht gefragt: das gesetzmäßige Konzept und seine Verwirklichung durch die Evolution, die Höherorganisation der Energie seit Entstehung der Quanten zu immer mehr Lebensfähigkeit. Die Entwicklund ist in vollem Gange. Das Ziel formuliert Darwin am Ende seines Werkes „Die Entstehung der Arten“:

Es ist wahrlich etwas Erhabenes in der Auffassung, dass der Schöpfer den Keim allen Lebens nur wenigen oder gar einer einzigen Form eingehaucht hat und dass aus einem so schlichten Anfang eine unendliche Zahl der schönsten und wunderbarsten Formen entstand und noch weiter entsteht. . . Aus dem Kampf der Natur, aus Hunger und Tod, geht also das Höchste hervor, das wir uns vorstellen können: die Erzeugung immer höherer und vollkommenerer Wesen. . . . Wir dürfen deshalb vertrauensvoll eine Zukunft von riesiger Dauer erhoffen.

In den Lebensverhältnissen, die Darwin beschreibt, möchten wir leben. Wir nennen sie Paradies. Sie lassen sich genauer foemulieren in beliebig lange leben mit beliebig viel Freude und beliebig wenig Leid. Es ist unsere Aufgabe und unsere Chance, sie mit unserem Fühlen, Denken, Wollen, Handeln zu verwirklichen. Das können wir mit Hilfe der Folgen unseres Verhaltens. An den Folgen kann ich erkennen, ob das, was ich erreicht habe,  tatsächlich = objektiv oder nur scheinbar = subjektiv  positiv für mich und meine Umgebung ist.

Der Grund für die Folgen als lebensentscheidende Informationsquelle:  Die Folgen meines Verhaltens bestimme nicht ich, sondern die in mir und meiner Umgebung wirksamen gesetzmäßigen Bedingungen des Weltspiels. Sie wollen mir mit den Folgen den Weg zum Optimum weisen: So ja – so nein.
Es ist genau wie beim Schachspiel: Wenn ich gewinnen will, muss ich mit Hilfe der gesetzmäßigen Bedingungen die Folgen meiner Züge = Entscheidungen genau bedenken. Tue ich es nicht oder kalkuliere ich die Folgen falsch, verliere ich.
Genau so funktioniert das reale Spiel des Lebens.
Aus Sicht der Weltursache sind die Folgen  als Zuweisung von Lohn und Strafe für richtiges und falsches Verhalten der Organismen zu verstehen – gleich, was wir uns unter der Bezeichnung Gott für die Weltursache vorstellen. Organismen, die versäumen, mit Hilfe der Folgen das von Darwin beschriebene Evolutionsziel zu erreichen, den Weltspielgewinn, werden schließlich mit dem Tod bestraft.

Der Grund dafür, dass wir Menschen bis auf wenige Ausnahmen den befreienden Weg über die Folgenorientierung nicht konsequent gehen, sondern weiter eigensinng nachteilige Folgen verursachen und in Depression geraten, erklärt die Analyse am Beispiel der Fische:
Die
Sinnfrage wird gar nicht gestellt: „Was zum Teufel ist Sinn?“
Das, was man von klein auf gewohnt ist zu machen, was alle machen, wird verfolgt, ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, sich mit der Sinnfrage zu befassen. Mein Bewusstsein beschwert sich mit Depression. Sie sollen auf die Sinnfrage und ihre Lebenswichtigkeit hinweisen. Ohne Depressionen gäbe es die Sinnforschung nicht, nicht die Überschrift „Wenn der Snn verloren geht“.

Warum geraten wir überhaupt in  Sinnzweifel = Selbstzweifel?
Weil meine Gehirninformationen die gleiche Eigenschaft
haben wie meine Genominforma-tionen: Sie wirken selbständig. Sie verlangen nach Sinn! Diese Funktion meiner Informationen, mein Verhalten bewertend zu begleiten und Forderungen an seine Qualität zu stellen, nennen wir Gewissen. Bei Depressionen handelt es sich um das Sinn-Gewissen. Weil sich seine Wirkungsweise nicht abstellen lässt, versuchen wir es mit Drogen von zum Nachdenken kommen durch dauerndes Beschäftigtsein bis zur Einnahme von Stoffen.
Der hilfreiche Ausweg ist allein der Sinn des Lebens = der Gewinn des Weltspiels = das Ziel der Evolution – drei gleichwertige Formulierungen.

Ein Beweis dafür, dass allein die richtige oder falsche Antwort auf die Sinnfrage, die wir mit unserem Verhalten geben, über unser Glücklichsein entscheidet, sind die Argumente, die sowohl in der Studie im Info Glücklichsein, wie hier im Bericht über den Stand der Depressionsforschung als Ursache und damit Ausweg  genannt werden.
Es sind Bedeutung, Anerkennung, Unterstützung.
Diese drei für Lebensfreude zentralen Erfahrungen an sich können
nicht schon der Sinn sein. Denn es gibt sie auch in Bereichen, in denen wir gegen den Lebenssinn handeln, in Weltanschauungen wie  Religionen und Ideologien,  und im weiten Bereich destruktiven Verhaltens. Im Nationalsozialismus wie in organisierter Kriminalität stiegen bzw. steigen Bedeutung, Anerkennung, Unterstützung mit Einsatz und Erfolg beim Ausüben des zerstörenden Handelns. Sie verursachen dann subjektves Glücksempfinden, können sogar zunächst aus Depression führen oder solche verhindern. Besonders für junge Menschen, die Orientierung suchen, ist destruktives Verhalten ein Ventil in der sinnlosen Welt der Erwachsenen. Das entspricht ihrer biologischen Situation. In späteren Jahren würden sie eher in Depression verfallen.

In der Intelligenz, der Einsicht in unsere Existenzbedingung, am weitesten fortgeschritten ist, wer die Sinnfrage stellt und darüber angesichts unserer Situation nicht in Depression oder Aggression fällt, sondern durch gegenseitige Hilfe das Leben so erträglich wie möglich gestaltet (deshalb Jesu Botschaft der Nächstenliebe) und durch Kooperation beim Forschen und Gestalten das Existenzoptimum verwirklicht: Beliebig lange leben mit beliebig viel Freude und beliebig wenig Leid.

Das folgende Interview belegt die Bedeutung von Sinn,  die Sinnlosigkeit unserer Gesellschaft und eine ihrer Folgen: (In Klammern Kommentare)

„Unser Terrorismusproblem ist Hausgemacht“
30. 8. 2010 – Berliner Morgenpost

In Berlin gibt es eine schnell wachsende Szene gewaltbereiter Islamisten. Etwa 350 Anhänger der fundamental-islamischen Strömung des Salafismus gibt es in der Stadt. 100 von ihnen werden vom Verfassungsschutz als gewaltbereit eingestuft. Die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, warnt angesichts der Debatte um die Äußerungen von Thilo Sarrazin zur Migration allerdings davor, das Thema Islam zu pauschal zu betrachten. Mit ihr sprach Morgenpost-Redakteurin Christina Brüning.

Berliner Morgenpost: Frau Schmid, die Zahl gewaltbereiter Islamisten in Deutschland wächst. Heizen Thesen wie die von Thilo Sarrazin die Radikalisierung an?

Claudia Schmid: Wir beobachten in den letzten Jahren neben den weltweiten Netzwerken von al-Qaida und anderen Gruppen das Phänomen des „homegrown terrorism“ in Deutschland – von Leuten, die in Deutschland groß geworden oder schon hier geboren sind. Wir haben also ein hausgemachtes Terrorismusproblem von Muslimen in der zweiten und dritten Generation ebenso wie von Konvertiten. Aber in diesen Kreisen, hat die aktuelle Diskussion keine Bedeutung. Dafür interessieren sich diese Gruppen nicht. (Dass erst Muslime der 2. und 3. Generation radikalisieren und Deutsche konvertieren bestätigt unsere Sinnlosigkeit als Gemeinschaft: Jeder möge sich seinen Sinn selber suchen und seine Sinngemeinschaft, sofern es eine für seinen Sinn gibt.)

Berliner Morgenpost: Wie entsteht denn Radikalisierung?

Claudia Schmid: Daran beißen sich auch Wissenschaftler die Zähne aus. Sie haben die Biografien von Tätern ausgewertet und festgestellt, dass es keinen einheitlichen Radikalisierungsverlauf gibt – es ist immer ein Bündel verschiedener Einflüsse. Es gibt auch nicht einen typischen Tätertyp, auch wenn wir das für das Profiling gern hätten.  (Die eine Ursache:

Berliner Morgenpost: Sind wir dann also dem Problem hilflos ausgeliefert?

Claudia Schmid: Nein. Man kann bei einigen Faktoren präventiv ansetzen. Ein Faktor für die Radikalisierung kann das Gefühl der Frustration und persönlichen Benachteiligung sein. Auch Wut und Empörung über die Lage von Muslimen in Krisenregionen der Welt können eine Rolle spielen. Das wird ideologisch auf die persönliche Situation übertragen und dann scheint für einige im Verlauf ihres Radikalisierungsprozesses Dschihad und Terrorismus die einzige Lösung zu sein. Wir reden hier aber über eine kleine Minderheit der Muslime.

Berliner Morgenpost: Aber dann sind doch pauschalisierende Thesen zum Islam gefährlich?

Claudia Schmid: Es wurde nicht festgestellt, dass der gesellschaftliche Diskurs über Integration Einfluss auf Radikalisierungsprozesse hat. Salafistische Gruppen bieten das Gefühl emotionaler Geborgenheit und einer elitären Gemeinschaft anzugehören. Besonders anfällig dafür sind vor allem junge Männer auf Sinnsuche. Ein wesentlicher Ansatz der Prävention muss es deshalb sein, jungen Leuten auf diesem Einstiegslevel der Radikalisierung Auswege zu zeigen. Das ist nicht nur ein Problem der Sicherheitsbehörden, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe.
(Genau das ist die Aufgabe unseres Vereins VES. Denn die politische und gesellschaftliche Aufgabe eines verbindenden Ziel- = Sinnangebots als gemeinsame Aufgabe zum Vorteil jedes Einzelnen ist bei uns ungelöst. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Seitens der Politik wird auf Individualisierung = Vereinzelung gesetzt. Die führt aber leicht in Depression. Weil der auch Deutsche entgehen wollen, konvertieren auch Deutsche.)

Claudia Schmid: In den letzten Jahren haben sich ein breites politisches Angebot und ein richtiges Missionierungs-Marketing dieser Strömung in Deutschland entwickelt. Gefährlich ist das, weil es ein extremes Feindbild der Nichtgläubigen kreiert und auf totale Abschottung setzt.

Berliner Morgenpost: Wie sind die Salafisten in Berlin organisiert?

Claudia Schmid: Es gibt einige Prediger, manche von ihnen agieren deutschlandweit, welche die Ideologie verbreiten. Da werden dann bundesweit Islamseminare angeboten, zum Beispiel auch in der Al-Nur-Moschee (in Neukölln, die Red.), die auch als Treffpunkt fungieren. Ideologisch härter zur Sache geht es meistens in privaten Wohnungen.

Berliner Morgenpost: Werden junge Leute offensiv angeworben?

Claudia Schmid: Ja. In Steglitz steht dann zum Beispiel ein Bücherstand, dort kann man Infomaterial bekommen oder man wird angesprochen. Es gibt auch ein umfangreiches Internetangebot. Meistens konzentrieren sich diese Angebote auf den politischen Salafismus, da werden keine Straftatbestände erfüllt. Es gibt sogar einen Rapper, der für den Salafismus Werbung macht, die Prediger sprechen perfekt Deutsch – dem verbreiteten Klischee der Imame entsprechen die oft nicht.

Berliner Morgenpost: Sie unterscheiden zwischen gewaltorientiertem und legalistischem Islamismus – welcher ist gefährlicher?

Claudia Schmid: Unsere höchste Priorität ist der Schutz von Leib und Leben – zu verhindern, dass es zu einem Anschlag kommen kann. Und das ist die größte Gefahr, die wir haben.

Berliner Morgenpost: Wie akut ist diese Gefahr gerade?

Claudia Schmid: Laut Bundessicherheitsbehörden haben wir in Deutschland und in Berlin nach wie vor eine hohe Gefährdungslage durch den islamistischen Terrorismus.

Berliner Morgenpost: Welche Möglichkeiten der Prävention hat der Verfassungsschutz?

Claudia Schmid: Unsere Aufgabe ist es, Informationen zu sammeln, zu analysieren und zur Entwicklung von Präventionsansätzen zur Verfügung zu stellen. Wir informieren durch Broschüren, Internet, Symposien, bieten aber auch Vorträge an, etwa für die Polizei, in Schulen oder im Justizvollzug.
(Worin bestehen die Informationen? Dienen sie der Aufklärung oder der Sinnvermittlung? Nur ein attraktives Sinnangebot kann helfen. Dafür kommt nur eins infrage, dass die Verwirklichung eines Zieles in Gemeinschaft bietet, das Mitmachen in einer Zielgemeinschaft. Das bieten wir nicht. Wir bieten aufklärende Informationen, die die Terroristen kalt lassen und ihre Aktivitäten und Ausbreitung nicht behindern. Dabei sehen wir zu – das Zeichen einer degenerierenden Kultur.)

Individualisierung als Depressionsursache

Individualisierung im Sinne der Betonung kultureller Differenzierung = unterschiedlicher Lebensziele, Lebensweise und ihrer Begründung führt aus 2 Gründen in Depression:
1.Sie verursacht Vereinzelung und Gegeneinander der Individuen und Gruppen, damit zunehmende Unordnung, die zu begrenzen Politik bemüht ist. Sie bedeutet Sinnlosigkeit.
2.Sie steht im Widerspruch zu unserer Natur als Gemeinschaftswesen mit gegensei- tiger Abhängigkeit, der Notwendigkeit zur Kooperation, zu der Tatsache, dass jede subjektive, d.h. von unserer realen gesetzmäßigen Existenzbedingung abweichende Vorstellung und Lebensweise über die Folgen Probleme im psycho-physischen Sein verursacht.
Individualisierung bedeutet aufgrund unserer eindeutigen Existenzbedingung über Ziel und Weg unserer Welt: Unterschiedliche Eigenschaften und damit Fähigkeiten dienen der Lösung unterschiedlicher Aufgaben bei der Lebensgestaltung, mit der wir das Existenzoptimum verwirklichen wollen und sollen: Beliebig lange leben mit beliebig viel Freude und beliebig wenig Leid.
Nachfolgend ein Zitat über Depression als eine Folge falsch verstandener Individualität:

Individualistisch, aber depressiv
Laut Forschern ist die britische Gesellschaft „die individualistischste der Welt, gehört
also zu denen, die das eigene Ich über die Gruppe stellen“, so zu lesen im Londoner
Daily Telegraph. Einer Studie zufolge leiden die Briten mit am stärksten an Depressionen und Ängsten. Experten sehen da eine Verbindung.Vergleichsstudien zwischen westlichen Gesellschaften und denen in China und Taiwan ergaben: Wo die soziale Harmonie einen höheren Stellenwert hat als die Individualität, sind die Menschen anscheinend weniger Gemütskrank. „Die selbstsüchtige Gesellschaft“ im Westen, so erklärt der Telegraph, „macht uns depressiv.“



12. 8. 10