Ameisen, Raben und wir

Maß für Intelligenz ist nicht, was man kann, sondern was man damit anrichtet.
Danach sind die Ameisen intelligenter als wir.

Ameisen sind viel zu intelligent,

um, wie wir, Krieg gegen sich selbst zu führen: Weder in einem Volk noch zwischen Völkern. Im Gegenteil: Ameisen kooperieren u zwar global. Sie haben schon das Internet erobert. Beispiele:
1 In einer Ameisenkolonie in Japan (Hokaido) leben ca. 306 Millionen mit 1,08 Millionen Königinnen in 45.000 miteinander verbundenen Nestern auf 2,7 km²
2 In Kalifornien erstreckt sich eine Kolonie mit tausenden Völkern von San Francisco bis San Diego.
3 Fast 6.000 km zieht sich entlang der europäischen Mittelmeerküste Volk neben Volk, Nest neben Nest der ‚Argentinischen Ameise‘ hin.
4 61 Arten wurden auf einem Baum in Brasilien gezählt.

Weil die Biomasse aller Ameisen genau so groß ist wie die aller Menschen,
weil sie mit Abstand die meisten Arten u Individuen bilden, weil sie schon 130 Millionen Jahre existieren, der Mensch nur 1,5 Millionen, weil sie auch dann noch
die Erde besiedeln, wenn wir uns durch Krieg und Verbrauch der Ressourcen ausgelöscht haben, scheint dieser Planet nicht für uns bestimmt zu sein,
sondern für die Ameisen! 
(Zitat)

Zu dieser Auffassung kann kommen, wer den Grund der Welt nicht kennt, der sich als Endzustand der laufenden  Evolution verwirklicht. Danach befinden sich die Ameisen in einer Sackgasse, aus der sie nicht mehr herauskommen.
Sie bleiben Ameisen, ohne Chance, zu den Organismen zu mutieren, die das
in unserer mathematisch-physikalischen Existenzbedingung enthaltene Existenzoptimum verwirklichen können.

Unsere Vorfahren sind mit ihren Mutationen auf dem schmalen Evolutionsgradienten geblieben, der zur organischen Struktur weltspielfähiger Organismen führt. Wir sind dieser Struktur sehr nahe, können bis zur Weltspielfähigkeit als größter Fitness kurzfristig weiter mutieren. Das gezielt
zu tun bedeutet Bewusste Evolution.

Die Aufgabe der Ameisen: Wir sollen von ihnen die richtige Grundeinstellung = Weltspielethik lernen: Verhalten nach den 14 kybernetischen Strategieregeln für optimale Existenz im Weltspiel. (Siehe Info ‚ Mit den 14 kybernetischen Weltspielregeln zum Existenzoptimum‘)
Das Vorbild der Ameise veranlasste vor 3000 Jahren König Salomo zu
dem Rat: ‚Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr.‘ (Sprüche 6.6)

Ernst Haeckel 1877 in Entwicklungslehre und Gesamtwissenschaft:
Um uns von der bewunderungswürdigen Macht des
tierischen Pflichtgefühls zu über-zeugen, brauchen wir bloß einen Ameisenhaufen zu zertrümmern. Da sehen wir sofort inmitten der Zerstörung Tausende eifriger Staatsbürger nicht mit Rettung ihres eigenen lieben Lebens beschäftigt, sondern mit dem Schutze ihres teuren Gemeinwesens, dem sie angehören. Mutige Krieger setzen sich zur Gegenwehr; Pflegerinnen der Jugend retten die Puppen, auf denen die Zukunft des Staates beruht; emsige Arbeiter beginnen sofort unverdrossen die Trümmer wegzuräumen und neue Wohnungen zu bauen. Der bewunderungswürdige Kulturzustand der Ameisen und anderer sozialer Tiere hat sich aus den gleichen ursprünglichen Anfängen entwickelt wie unsere eigene Kultur.

Wir leben unter dem Kulturniveau der Ameise! Wir wissen und können zwar mehr, richten dieses Wissen aber zerstörend gegen uns selbst und unsere Existenzgrundlage als Folge falscher Ziele und Wege: Jeder denkt sich die Welt wie er will, strebt nach Geld, Konsum, Macht, Müßiggang auf Kosten anderer. Die Ameisen verwirklichen das für sie mögliche Existenzoptimum, weil sie mit ihrem Verhalten die 14 kybernetischen Strategieregeln verwirklichen. So ist jede mit sich, den anderen, ihrer Umwelt und der Weltursache solidarisch.

Orientieren wir uns auch daran, dann können wir das Existenzoptimum verwirklichen, auf das die Evolution zielt:  Beliebig lange mit beliebig viel Freude und beliebig wenig Leid leben.
Die Alternative: degenerieren und aussterben. Dafür sorgt die Selektion als Schiedsrichter im Weltspiel.

Die Ameisen haben die Chance zum Optimum nicht, weil sie aus ihrer Sackgasse nicht mehr herauskommen. Wir haben sie: Unser Organismus bietet die Voraussetzung durch seine  Struktur. Mit unseren Händen können wir alles machen, mit unserem Gehirn alles erkennen und gezielt von der unbewussten Evolution, die wir heute noch mit den Ameisen gemeinsam haben, zur Bewussten Evolution übergehen: Mit den 3 Befreiungstätigkeiten Forschen – Bildung – Gestalten gezielt das  Existenzoptimum verwirklichen.

Zur Zeit richten wir mit unserem orientierungslosen Bewusstsein mehr selbstzerstörerischen Schaden als Nutzen an. Wir haben den Kontakt zur Wirklichkeit verloren. Das lehren uns nicht nur die Ameisen, sondern auch andere Tiere. Ein weiteres Beispiel:

Rabenmütter für jeden!  –  Berliner Morgenpost – 22. 5.10  –  Eckart von Hirschhausen

„Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben…“ Von Kind auf, von Hoppe-Hoppe-Reiter bis Hitchcock, lernen wir, vor schwarzen Vögeln Angst zu haben. Dabei entdecken die Ornithologen gerade, wie sozial ausgerechnet diese Tierart ist. Raben trösten und erbitten Trost!
Statt Auge um Auge zu vergelten, haben sie ein sehr neutestamentarisches Verständnis von Nächstenliebe: Wer gerade Prügel bekommen hat, dem muss man beistehen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Im Gegenteil. Es sorgen sich die anderen, den Pechvogel seelisch wieder aufzubauen. (Fraser/ Bugynar: Do ravens show consolation? Responses to distressed others. in: PLos one 5, e10605, 2010.) Bei den untersuchten Kolkraben schließen sich gerade die Junggesellen zum Schutz vor feindlichen Übernahmen durch Beutegreifer gerne zusammen. Aber wie in jeder Männer-WG gibt es Streit, wer frisst wem was weg und wer darf an welche Frauen ran. Ausgetragen werden die „Gefechte“ dann mit Schnabelhieben, bis sich einer zurückzieht. Bis einer heult geht nicht. Da fehlt die Tränendrüse.
Der Streit ist für den Verlierer eine hohe emotionale Belastung, die auf Dauer seiner Gesundheit schaden und den Zusammenhalt der Gruppe sprengen könnte. Daher gilt: Wenn zwei sich streiten, tröstet der Dritte. Tatsächlich tröstet ein am Streit Unbeteiligter den „Loser“. Er bietet dem Prügelraben Futter an, spielt und schnäbelt mit ihm, vor allem, wenn die beiden miteinander aufgewachsen sind, als Familie oder in der Raben-Kita. „Ich hole meinen Bruder“ ist also keine Drohung, sondern ein Friedensangebot. Umgekehrt erbitten manche Vögel auch direkt Zuspruch und nähern sich an, um sich aufmuntern zu lassen. Je fieser der Streit, desto stärker die Suche nach Beistand. Wer um Hilfe bittet und somit Schwäche zeigt, bekommt nicht etwa noch ein paar aufs Maul, sondern ein paar Schnabel-Streicheleinheiten extra. Übrigens suchen die Opfer sich zum trösten keine anderen „Loser“, sondern jemanden, der auch dem „Täter“ nahe steht. So kommt wieder Harmonie in die ganze Gruppe. Einfühlungsvermögen und der Wunsch, keine unnötige Energie im Streit zu verlieren, hätte man eher dem Menschen zugerechnet als Vögeln. Während Menschen mit rabenschwarzer Seele auf jede gestürzte Hüpfdohle, jede Schnapsdrossel und jeden Dompfaff einhacken, leben uns die Vögel vor, wie man in den Himmel kommt. Denn ob Leute nach dem Kleinhacken wieder einen Fuß auf die Erde bekommen, danach kräht unter Menschen kein Hahn mehr. Eine Krähe schon. Von Vögeln lernen heißt lieben lernen. Warum geht das in unsere Spatzenhirne so schwer rein?

Krähen können Probleme so gut lösen wie Achtjährige
Krähen können einige Probleme so gut wie Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren lösen. Die Biologin Corina Logan von der University of California in Santa Barbara ließ Krähen mit Wasserbechern verschiedenen Volumens und Steinen experimentieren. Die Tiere sollten die Becher mit Steinen füllen, so zum Überlaufen bringen und sich eine Belohnung verdienen. Die Tiere erkannten, mit welchen Bechern sie schneller zum Ziel kamen. Wie genau die Krähen das machten, möchte Logan in weiteren Tests herausfinden.
BM –    Meldung am 27. 7. 12014

 

Nachtrag

Die folgenden Ausführungen entstanden bei der Anfertigung des Infos Sterbehilfe. Weil sie dort zu weit vom Thema weg führten, mussten sie bei Sterbehilfe raus. Ich hielt sie für den Papierkorb zu schade und füge sie hiermit an.

Wie geht Sterbekultur bei unseren nächsten Verwandten in Sachen Lebensgestal-tung – den Ameisen?

Interessant: Wie Indianer verlassen Ameisen kurz vor dem Tod ihr Nest und sterben in Einsamkeit. Dies haben Biologen der Regensburger Universität in einer neuen Studie herausgefunden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die sozialen Tiere durch das selbstlose Verhalten ihre Artgenossen nicht anstecken wollen. Das Verlassen des Nestes sei nicht auf das Verhalten der anderen, gesunden Ameisen zurückzuführen.

Selbstverständlich hält sich jeder für intelligenter als eine Ameise. Es ist jedoch umgekehrt.
6 Gründe:

1. Wir leben noch im gleichen Existenzniveau wie die Ameisen und alle anderen Tiere: dem der unbewussten Evolution. Hier werden die Mutationen der Erbanlagen unbewusst und ungesteuert durch das Verhalten ausgelöst. Die Ameisen und wir sind so durch das Verhalten unserer Vorfahren entstanden. Obwohl wir das Mutieren durch Verhalten kennen und Epigenetik nennen, und obwohl wir wissen, dass Mutationen die Lebensfähigkeit verbessern oder verschlechtern, leben wir weiter drauflos wie alle Tiere, anstatt zur Bewussten Evolution überzugehen. Die achtet darauf, nur Bewegungen auszuführen, die lebensfähiger machen. Erst wenn wir uns so steuern, verlassen wir das Tierreich, sind wir intelligenter als Ameisen.

2. Die anderen Tiere kennen die Evolution mit ihrer mathematisch-physikalischen Basis nicht. Wir verfügen aber über alle Informationen. Weil sie nicht in unsere irrationalen Vorstellungen über Leben und Tod passen, verdrängen wir sie jedoch wie den Tod. Um die falschen Vorstellungen zu entwickeln, missbrauchen wir das Bewusstsein, das wir mehr haben als die Ameisen. Wer ist intelligenter?

3. Die Ameisen praktizieren die nachhaltige Lebensweise, von der wir wissen, dass sie lebensnotwendig ist, um zu überleben, die wir aber mit unserem Verhalten nicht realisieren, sie praktizieren die Gemeinschaftsorganisation, die Dank der Loyalität jeder Ameise gegenüber den anderen ohne extra Regierungs- und Ordnungsorgane auskommt. König Salomo stellte dazu in Sprüche 6:6 als besondere Leistung der Ameisen fest: Wenn sie auch keinen Fürsten, noch Hauptmann, noch Herrn hat, so bereitet sie doch ihren Lebensunterhalt. Durch die Kooperation jeder Ameise bei der Gemeinschaftsgestaltung leben sie in Übereinstimmung mit unserer Existenzbedingung. Wer ist intelligenter?

4. Wir wissen nicht erst seit der NASA-Studie, dass Ressourcenverschwendung in den Totalkollaps der Zivilisation führt, sind aber unfähig, die Ursache abzustellen: den irrationalen Konsum. Wer ist intelligenter?

5. Die einzelne Ameise fühlt sich in ihrer Gemeinschaft gut aufgehoben und geborgen, denn die Ameisen leben uns vor, was Marie von Ebner-Eschenbach empfiehlt: „Wenn jeder dem anderen helfen würde, wäre allen geholfen.“ Wenn sich Ameisen begegnen, weiß jede, da kommt ein Freund, der auf der gleichen Lebensbasis operiert. Bei uns kommt ein Feind im Kampf um das größere Stück Konsum und mit einer anderen lebensfremden Orientierung. Wer ist intelligenter?

6. Die Ameisen bevölkern und beherrschen die Erde schon, als vor 160 Millionen Jahren die Saurier ihre Zeit hatten. Sie bevölkern und beherrschen die Erde heute und werden die beherrschenden Organismen sein, wenn auch unsere kurze Zeit vorbei ist, weil wir mit unserem falsch orientierten Bewusstsein zielstrebig aus dem Weltspiel hinaus gelaufen – Pardon: mit 300 PS hinausgefahren sind. Wer ist intelligenter?

Der Homo sapiens sapiens stirbt aus, wenn er nicht schleunigst von den Ameisen lernt – den von der Lebensgestaltung her nächsten Verwandten.